47. Internationales Wiener Motorensymposium

Emissionsstabilität bei Nonroad-Motoren – legislative Anforderungen und Herausforderungen für die Hersteller

Autoren

T. Herrmann, P. Ochsenkühn, MAN Truck & Bus SE, Nürnberg; C. Sommer, TRATON R&D Germany GmbH, Nürnberg

Jahr

2026

Druckinfo

Eigenproduktion ÖVK

Zusammenfassung

Die Emissionsstabilität von Nonroad-Motoren stellt ein zentrales Kriterium für die Einhaltung der gesetzlichen Umweltvorgaben, sowohl in der Europäischen Union (EU) als auch in den Vereinigten Staaten (USA), dar. In beiden Märkten gelten derzeit äußerst strenge Emissionsgrenzwerte (EU-NRMM: Stufe V; USA: EPA Tier 4), die nicht nur im Rahmen der Typgenehmigung nachgewiesen werden müssen. Vielmehr ist der Hersteller
verpflichtet, die Einhaltung dieser Grenzwerte über die gesamte festgelegte Lebensdauer des Motors sicherzustellen und zu dokumentieren. Der Nachweis der Emissionsstabilität erfolgt aktuell durch eine Kombination aus definierten Prüfzyklen, Langzeit-Emissionsmessungen, sowie dem Einsatz von Überwachungssystemen wie NCD (NOX-Control-Devices) und PCD (Particulate-Control-Devices). Diese Systeme dienen dazu, die Einhaltung der Emissionsgrenzwerte kontinuierlich zu überwachen und etwaige Abweichungen frühzeitig zu erkennen.
In der praktischen Umsetzung zeigen sich jedoch signifikante Unterschiede in den regulatorischen Anforderungen und Testverfahren zwischen der EU und den USA. Diese Unterschiede führen zu einem
erhöhten Entwicklungs-, Validierungs- und Dokumentationsaufwand für die Hersteller, da jeweils spezifische Nachweis- und Berichtspflichten erfüllt werden müssen.
Ziel dieses Beitrags ist es, die regulatorischen Gemeinsamkeiten und Unterschiede insbesondere zwischen den beiden genannten Kernmärkten systematisch darzustellen und praxisnahe, aber auch zukünftige Methoden zur Sicherstellung und Dokumentation der Emissionsstabilität zu erläutern. Das beschleunigte Altern von Abgasnachbehandlungssystemen (vgl. Diesel Aftertreatment Accelerated Aging Cycle) wird dazu als effizientes Verfahren vorgestellt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Herausforderungen bei der Umsetzung der jeweiligen Vorgaben, auf Messunsicherheiten sowie auf Strategien zur Harmonisierung der Anforderungen gelegt.

ISBN

978-3-9504969-5-6

DOI

https://doi.org/10.62626/trpz-z6ad

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