47. Internationales Wiener Motorensymposium
Flüssigwasserstoffspeicherung: vom Lkw auf die Rennstrecke – und umgekehrt
Autoren
J. Hergott, P. Tipner, Forvia, Bavans
Jahr
2026
Druckinfo
Eigenproduktion ÖVK
Zusammenfassung
Der Wasserstoff-Verbrennungsmotor (H₂-ICE) wird als zentrale Technologie für die Dekarbonisierung anspruchsvoller und schwerer Anwendungen wie Fernlastverkehr, Off-Highway-Maschinen und Schienenfahrzeuge betrachtet. Die typischen Einsatzprofile dieser Bereiche erfordern große mitgeführte Wasserstoffmengen, wobei flüssiger Wasserstoff dank seiner hohen volumetrischen Energiedichte deutliche Vorteile bietet. Allerdings fehlen bislang ausgereifte Lösungen für eine effiziente und zuverlässige Anbindung der kryogenen Speicherung an den Motor – ein wesentlicher Challenge für die Systemintegration. Unter den technischen Herausforderungen rückt insbesondere die kryogene Pumpe, welche flüssigen Wasserstoff aus dem Tank auf den für den Motor erforderlichen Druck bringt, als kritische Schlüsselkomponente in den Fokus. Parallel dazu untersucht der Motorsport den Einsatz von flüssigem Wasserstoff im Rahmen seiner Dekarbonisierungsstrategie. Trotz deutlich unterschiedlicher Randbedigungen auf Fahrzeug und Nutzungsprofile lassen sich auf Systemebene Synergien erkennen, die einen wechselseitigen Technologietransfer ermöglichen. Dieser Beitrag zeigt, wie eine ursprünglich für die Raumfahrt entwickelte und später für schwere Nutzfahrzeuge adaptierte Technologie in den Motorsport übertragen werden kann. Der Motorsport stellt dabei ein Umfeld mit extremen Leistungsanforderungen, stark transientem Betriebsverhalten und engen Packaging-Bedingungen dar. Besonderes Augenmerk gilt dabei den Stellhebeln zur Maximierung der nutzbaren Wasserstoffkapazität sowie deren Auswirkungen auf das Gesamtsystem und die Produktentwicklung. Abschließend wird diskutiert, wie dieser Zwischenschritt die Reifung der Technologie beschleunigen und wertvolle Betriebserfahrungen liefern kann, die letztlich den breiteren Einsatz von H₂-ICE-Lösungen im Schwerlastsektor ermöglichen.
ISBN
978-3-9504969-5-6
DOI
https://doi.org/10.62626/z6ou-b4zy
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