47. Internationales Wiener Motorensymposium
Pulvermetallurgie in der eMobilität für High Speed MW Charging und HV Elektronik Kühlung
Autoren
M. Pohn, J. Bauer, A. Müller, Miba Sinter Austria GmbH, Vorchdorf
Jahr
2026
Druckinfo
Eigenproduktion ÖVK
Zusammenfassung
Mit steigender Ladeleistung elektrischer Fahrzeuge gewinnen sowohl Kupfer- als auch Aluminiumbauteile an Bedeutung: Kupfer ist unverzichtbar für Hochstromkontakte aufgrund seiner exzellenten elektrischen Leitfähigkeit, während Aluminium durch geringes Gewicht und gute Wärmeleitfähigkeit für effiziente Thermomanagementlösungen prädestiniert ist. Hohe Ströme erzeugen erhebliche Wärme, was aktive Kühlung und komplexe Geometrien erforderlich macht. Die vorgestellte Cu/Al-Sintertechnologie ermöglicht die Herstellung präziser, funktionsintegrierter Bauteile mit werkzeugfallenden Toleranzen und eröffnet Monoblock-Designs ohne zusätzliche Fügeprozesse. Im ersten Anwendungsbeispiel – ein Kupfer-Hochstromkontakt – werden die Vorteile gegenüber Vollkupfer demonstriert: verbesserte Bearbeitbarkeit, silberbasierte Kontaktbeschichtung, niedriger Übergangswiderstand und stabile Leitfähigkeit unter Last. Das zweite Beispiel – eine Aluminium-Pin-Fin-Platte – zeigt, dass fein strukturierte Kühlkonturen und Dichtfunktionen ohne spanende Nacharbeit realisiert werden können; zudem wird die Schweißbarkeit der Sinter-Alu-Bauteile belegt. Der Vergleich der Prozessrouten (Sintertechnologie vs. vollmechanische Cu-Bearbeitung; Sintertechnologie vs. fließgepresste Al-Teile) quantifiziert Performance und den Fertigungsaufwand. Abschließend werden weitere Applikationen skizziert - von Ladeinfrastruktur und Leistungselektronik über Batteriekühlung und Busbars bis zu industriellen Non-Automotive-Anwendungen. Der Beitrag zeigt, dass die Cu/Al-Sinterroute eine technologisch wie wirtschaftlich überzeugende Option für hochbelastete elektrische und thermische Funktionsbauteile ist.
ISBN
978-3-9504969-5-6
DOI
https://doi.org/10.62626/upat-y7mn
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